Unsere Innovationen

Hirnfutter: Wie Ernährung die mentale Klarheit beeinflusst

von Kait Kucy

Mit dem neuen „Mind Menu“ – einer Speisekarte voller Nährstoffbomben in Form von kleinen Happen und Getränken – bringt Marriott mehr Brainpower in den M Club.

Lesezeit: 5 Minuten

Diesen Artikel lesen


Längst vorbei sind die Zeiten, in denen ein gesundes Frühstück aus Brot, Aufschnitt, Eiern und Obst mit einem Glas Milch oder Orangensaft bestand.

„Die klassischen Mahlzeiten sind vom Aussterben bedroht“, bestätigte Sylvain Charlebois, Professor für Nahrungsmittelverteilung und Ernährungspolitik an der Dalhousie University, gegenüber der kanadischen Tageszeitung The Globe and Mail. „Zuerst hat es das Mittagessen getroffen, was wir unserem Arbeitsalltag zu verdanken haben. Als nächstes wird das Frühstück verschwinden.“

Moderne Studien auf dem Gebiet der Ernährungswissenschaft zeigen, dass bestimmte Zutaten unsere Leistung in der Arbeit, unseren Schlaf, unsere Kreativität und unser allgemeines Wohlbefinden beeinflussen. Heidelbeeren beispielsweise enthalten Anthocyane – natürliche Antioxidantien, die neuronale und kognitive Hirnfunktionen nachweislich verbessern.

Doch für viele erfolgsorientierte Menschen stellt sich die Frage: Wirkt sich das, was wir essen, wirklich auf unser Denkvermögen aus?

Nahrung fürs Gehirn

Immer mehr Menschen befassen sich damit, wie sich unsere Ernährung auf die Hirnfunktion auswirkt und welche Stoffe unser Gehirn in Topform versetzen.

Marriott Hotels nahm den Trend zu gesunder Ernährung als Anlass, um mit schmackhaften, gesundheitsfördernden Lebensmittelinhaltsstoffen – sogenannten bioaktiven Substanzen – zu experimentieren. Das Ergebnis ist unser neues „Mind Menu“. Von „Slumbershots“ zum Entspannen bis zu „Mind Fuel Snacks“, die bei der geistigen Verdauung des Tagesgeschehens helfen, bietet das innovative „Mind Menu“ nicht nur Hirnfutter für unsere Hotelgäste, sondern stimuliert auch Körper und Geist.

Scott McCoy, Vice President of Global Operations bei Marriott Hotels, war an der Entwicklung des neuen Speiseplans beteiligt. Er betrachtet das neue Angebot an schmackhaften und gleichzeitig gesunden Speisen als ein Mittel zur Kundenbindung. „Wir wollen Möglichkeiten schaffen, unsere Gäste aktiv anzusprechen“, erklärt er. „Und mit dem ‚Mind Menu‘ ist uns das auf clevere Weise gelungen.“

Natürlich könnten mit dem Speiseangebot keine Gesundheitswunder vollbracht werden, fügt er hinzu, aber „wir wählen gezielt Zutaten aus, die bekannt für ihre energieliefernde, entspannende oder konzentrationsfördernde Wirkung sind.“

Der Heidelbeer-Kokos-Brainbooster zum Beispiel vereint den sauren, leicht süßlichen Geschmack der Beere mit der cremigen Konsistenz von Kokosnuss. Das Ergebnis ist ein Mini-Smoothie, der mit drei Schlucken getrunken werden kann und als Muntermacher nicht nur die Geschmacksnerven aufweckt, sondern Gästen den nötigen Energieschub für ihre nächste wichtige Aufgabe liefert.

Bei der Entwicklung des neuen Speiseplans ließen sich Herr McCoy und sein Team von Ernährungsberatern und professionellen Köchen beraten mit dem Ziel, Kreationen aus gesundheitsförderlichen Zutaten mit bioaktiven Substanzen zu schaffen, die Körper und Seele gut tun und dabei durch Raffinesse und Geschmack überzeugen. Die Rüben im Rüben-Hummus sind beispielsweise nicht nur ein unerwarteter Farbtupfer – in älteren Erwachsenen fördern sie in Kombination mit Bewegung angeblich neuronale Verknüpfungen im Gehirn

Genau wie die regulären Marriott Speisepläne legt das „Mind Menu“ Wert auf Zutaten aus lokaler Erzeugung wie hochwertiges Gemüse, Kräuter und Fleisch aus der jeweiligen Region. Im Calgary Marriott Downtown Hotel, wird gehacktes Putenfleisch aus dem lokalen Raum für die Pute-Gemüse-Bällchen verwendet, die als Appetithappen auf der „Mind Menu“ Speisekarte angeboten werden.

Gutes für die Gesundheit, von morgens bis abends

Das „Mind Menu“, das im M Club angeboten wird, ändert sich täglich und zeichnet sich durch sein gesundheits- und lokalorientiertes Angebot aus. Gäste haben dreimal am Tag Gelegenheit, das „Mind Menu“ zu kosten. Den Anfang bildet der Brainbooster.

Hierbei handelt es sich um einen kleinen Smoothie oder Saft mit bioaktiven Substanzen aus Zutaten wie Karotten, Kokosnüssen oder Cantaloupe-Melonen, der möglichst früh am Morgen eingenommen werden sollte, um die Geschmacksnerven anzuregen und Energie für den Start in den Tag zu liefern. „Unser Ziel war es, Gespräche anzuregen, Kreativität zu wecken oder vielleicht sogar einen Geistesblitz vor einem Meeting hervorzurufen“, erklärt Herr McCoy.

Die anerkannte Diät- und Ernährungsberaterin Vincci Tsui betont, dass wohl durchdachtes Timing in der Tat einen Unterschied macht – mit dem Essen regen wir verschiedene Funktionen im Körper an, und dabei kommt es nicht nur darauf an, was in unserem Mund landet, sondern auch, wann wir eine Mahlzeit oder ein Getränk zu uns nehmen. „Unsere Essgewohnheiten beeinflussen definitiv Dinge wie die Fähigkeit, uns tagsüber zu konzentrieren oder abends zu entspannen“, sagt sie.

Leider, so fügt sie hinzu, fehle Geschäftsreisenden oft die Zeit, eine entspannte Mahlzeit einzunehmen. Statt gesunden Säften oder Snacks griffen sie dann auf Wachmacher wie Koffein oder Süßigkeiten zurück. Doch Kaffee und Zucker wirken nur bedingt.

„In den allermeisten Fällen ist Glukose das einzige Molekül, das die Blut-Hirn-Schranke überwinden und unser Gehirn mit Energie versorgen kann“, erklärt die Ernährungsspezialistin. „Doch es hilft nicht, uns mit Zucker vollzupumpen.“ Stattdessen empfiehlt sie eine ausgewogene Ernährung, die Gehirn und Körper mit unterschiedlichen Nährstoffen optimal versorgt.

Pfund für Pfund betrachtet, sei unser Gehirn das Organ, das am meisten Energie verbrauche und für ca. 20 Prozent des körperlichen Energiebedarfs verantwortlich ist, erklärt Frau Tsui. Deshalb sei es wichtig, über den Tag verteilt qualitativ hochwertige, gesunde Zutaten zu sich zu nehmen.

Später am Tag liefert das „Mind Menu“ mit leichten Snacks wie dem Rüben-Hummus mit Quinoa-Crackern oder knusprigen Ahorn-Mandel-Sonnenblumensamen-Bällchen einen Nährstoffschub, der Gäste genau zum richtigen Zeitpunkt mit Energie versorgt und ihre Konzentrationsfähigkeit steigert.

Die letzte Gelegenheit, vom „Mind Menu“ zu profitieren, besteht am Ende des Tages. Gegen 20:00 oder 21:00 Uhr wird Gästen ein „Slumbershot“ angeboten – ein alkoholfreier Schlummertrunk, der beim Entspannen hilft und einen erholsamen Schlaf fördert.

Mehr als „Guten Abend“

Erst, wenn man versteht, wie Körper und Seele zusammenwirken, kann man diese optimal stärken. Vincci Tsui empfiehlt, vorauszuplanen, um beide Elemente auch auf Reisen nicht zu vernachlässigen.

Nährwertmäßig seien Ballaststoffe unterwegs oft am schwierigsten aufzutreiben. Deshalb empfiehlt sie, einen Vorrat an ballaststoffreichen Snacks wie Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Gemüse, Obst, Nüssen und Samen anzulegen, um tagsüber gesund über die Runden zu kommen. „Sie können auch ein Ballaststoff-Präparat wie Flohsamen ausprobieren“, rät sie.

Gerade auf Reisen ist Vorausplanung bei der Ernährung besonders wichtig. Programme wie das „Mind Menu“ können jedoch eine zuverlässige Ergänzung darstellen. Das „Mind Menu“ wird derzeit nur im M Club angeboten, doch Marriott plant, das Angebot auszuweiten.

Herr McCoy hofft, dass die neuen kulinarischen Konzepte Gäste nicht nur dazu anregen, körperlich und geistig Energie zu tanken, sondern auch als Inspiration dienen. „Statt nur ‚Hallo‘ oder ‚Guten Abend‘ zu sagen, bieten wir Ihnen einen Schlummertrunk an, damit Sie die Ereignisse des Tages besser verdauen können“, konkretisiert er. „Wir hoffen, dass Sie sich von dieser freundlichen Geste inspiriert fühlen.“


Calgary Marriott Downtown Hotel

00:00Uhr


Die aktuelle Zeit


GMT

00

Das aktuelle Wetter

Wetter